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Brassen müssen her

Für die anstehenden Angel-Messen benötigen wir für unsere Kochshows heimische Süßwasserfische. Meine Mitarbeiterin Claudia hat sich dafür auf den Weg an die Illmenau gemacht.

Ab November beginnt für uns die Messe-Saison. Die Vorbereitungen dafür sind bereits in vollem Gang - Standflächen müssen bestellt, Hotels gebucht, unsere Messe-Möbel schick gemacht und Vorträge für die Bühne vorbereitet werden. In der Planung und Organisation steckt eine Menge Arbeit, schließlich sind die Messen ein wichtiger Anlaufpunkt, um mit unseren Kunden und Geschäftspartnern ins Gespräch zu kommen bzw. zu bleiben.
Ein besonderes Highlight während der Messe-Tage ist unsere kleine Kochshow direkt am Stand. Hier zeigen wir Euch, dass auch unsere heimischen Süßwasserfische leicht zu einer leckeren Mahlzeit zubereitet werden können - neben Zander, Hecht und Rotauge wagen wir uns auch an den grätenreichen Brassen. Viele verziehen hier schon ihr Gesicht, aber es lohnt sich. Trotz der vielen Gräten lässt sich der Brassen sehr gut zubereiten. Leider schwimmen die Fische nicht freiwillig in unsere Pfanne, also hieß es für mich, erstmal ab ans Wasser zum Brassen-Angeln.


Da ich mich mit den Zandern etwas besser auskenne, habe ich meinen geschätzten Angelkollegen Rolf Schwarzer (Chefredakteur der AngelWoche) gefragt, ob er mir dabei hilft. Gesagt - getan. An einem schönen sonnenreichen Tag Anfang Oktober trafen wir uns an der Ilmenau, um den Brassen nachzustellen. Für mich die erste Angelerfahrung mit dem Method Feeder, über den ich schon so viel gelesen hatte. Neugierig schaute ich Rolf bei seinen Vorbereitungen am Wasser über die Schulter. Interessant, wie Theorie zur Praxis wird. Kaum war die erste Rute fertig, warf ich aus. Mit Gefühl und Schmackes, war die Ansage. Gar nicht so einfach für mich, die es gewohnt ist, weit und kraftvoll auszuwerfen, um den Köder an der Strömungskante der Elbe zu platzieren. Mein erster Wurf mit der Feederrute ging natürlich voll daneben, fast in die Seerosen kurz vorm Ufer. Panik im Blick - schnell einholen, damit es keinen Hänger gibt; Method Feeder neu gefüllt und wieder ausgeworfen. Etwas besser, aber immer noch nicht gut genug. Puh, gar nicht so einfach, eine 3,30 Meter lange Rute mit einem gefüllten Futterkorb zu handeln. Ich kam mir vor wie der letzte Anfänger, als ob ich noch nie eine Angelrute ausgeworfen habe - naja, stimmt ja fast. Das Feederangeln ist mit dem mir gut bekannten Spinnfischen überhaupt nicht zu vergleichen. Aber mit einem Profi an meiner Seite wurde der Tag zu einem vollen Erfolg und wir fingen sehr schöne Fische für unsere Messe-Küche.

brasse-angeln

Kleiner Tipp am Rande: Brassen haben ja bekanntlich eine sehr dicke Schleimschicht. Um diese zu entfernen und die "Sauerei" am heimischen Waschbecken zu minimieren, haben wir unsere Fische bereits am Wasser gesalzen. Nach ca. 30 min. Einwirkzeit die Fische wenden und die zweite Seite salzen. Zum Ende der Angelzeit dann einfach das Salz mit dem inzwischen gebundenen Schleim mit der Hand abstreifen, Fische nochmal spülen und fertig ist der Fang für die Weiterverarbeitung zu Hause. Das am Boden liegende Salz wird dann mit dem nächsten Regen weggespült. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, schadet es auch nicht der Umwelt.

Ihr findet uns auf den Meeresangel- und Raubfischtagen am Wochenende 10./11. November in Magdeburg. Kommt zu uns an den Stand und holt Euch einen leckeren frisch zubereiteten Brassen-Happen ab. Mehr Infos zur Messe gibt es hier: Raubfischtage Magdeburg
Wer an dem Wochenende nicht kann, kein Problem. Wir kochen für Euch auch auf der AngelWelt in Berlin vom 30.11. bis 02.12., hier betreiben wir die Messe-Küche zusammen mit dem DAFV. Infos zu dieser Messe findet Ihr hier: AngelWelt Berlin


Wir freuen uns auf Euren Besuch und ein paar nette Klönschnacks.
Claudia Otero Davila

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