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Sonne, Wind und das erste Eis!

Ich habe schon am 24. September Eis gekratzt – echt früh, dieses Jahr! Dabei hatte es der Sommer 2018 in sich: Temperatur-Rekorde und Sonne ohne Ende. Doch jetzt ist der Herbst da – mit einem Schlag! Und damit auch die heiße Raubfischzeit an der Elbe. Mein Guide Marcel hat einen kleinen Rückblick und sehr motivierende Aussichten für euch:



So einen Sommer haben die meisten von uns noch nicht erlebt. Wochenlang Temperaturen bis über 35 Grad Celsius und über Monate kein Regen. Doch das alles ist jetzt Geschichte, denn nun hat der Herbst zugeschlagen. Mit den sinkenden Temperaturen kommen die Fische richtig in Wallung und sorgen für eine spannende Angelei, bei der man nie weiß, was als nächstes an den Gummifisch geht. Besonders in einem anglerisch so anspruchsvollem Revier wie der Elbe, sind die ehrlichsten Tugenden bekanntlich die Besten: Konzentriertes und entspanntes Fischen, bringt häufig den ersehnten Biss. Auch, und besonders in den Phasen, wo das Fischen nicht ganz so einfach ist! Im Herbst ist das Fischen oft dankbarer als im Sommer. Denn jetzt ist die Zeit gekommen, in der sich Zander, Hecht und Co. nochmal so richtig dick für den Winter fressen müssen. Auch die Tatsache, dass die Elbe immerhin wieder etwas mehr Wasser führt als noch vor einigen Wochen, spielt uns dabei richtig in die Karten. Denn je höher Durchstrom und Strömungs-Geschwindigkeit im Hauptstrom sind, desto mehr Fische ziehen sich in die Strömungsschatten der Buhnen  zurück. Also genau dorthin, wo wir unsere Köder so gerne anbieten.



Fisch an der Rute

Die Grenze überschritten

Dabei war der Sommer nicht nur schön. Für die Fische und vor allem für uns Angler wurde die anhaltende Dürre zum handfesten Problem, besonders im heißen und staubtrockenen August. Der Wasserstand der Elbe war so dramatisch weit gesunken, dass wir aus angelpraktischen Gründen sogar einige Touren verschieben mussten. Zwischenzeitlich maß der Pegel in Bleckede nur noch 450 Zentimeter und an vielen Elbpegeln wurden historische Tiefststände noch unterschritten. Zur Erinnerung: „Normal“ wäre der Pegel bei uns in Bleckede bei rund 580 Zentimeter. Dabei wird jedoch nicht direkt die Tiefe des Flusses gemessen, sondern eben nur der Pegelstand. Die tatsächliche Tiefe der Fahrrinne betrug über Monate weniger als einen Meter. Sogar unsere Bleckeder Fähre „Amt Neuhaus“ musste zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Fährbetrieb über Wochen wegen Niedrigwassers einstellen. Dies alles, in Kombination mit den extrem hohen Wassertemperaturen, hätte unter gewissen Umständen sogar ein Fischsterben hervorrufen können. Und natürlich wollten die Räuber auch nicht mehr beißen. Dieses komplizierte und wenig anglerfreundliche Verhalten der Zander kennen wir aus ähnlichen Situationen in den vergangenen Jahren. Sie verharren am Tage im Strömungsschatten der Sandbänke weit im Fluss, um mit Einbruch der Dunkelheit im Flachwasser dort draußen zu jagen. Denn auch die Weißfische stehen bei sehr flachem Pegel und geringer Strömung gerne im sauerstoffreichen Hauptstrom. Manchmal konnten wir Zander beim Jagen erspähen, weit im Fluss und in bekannter Rapfen-Manier mit ordentlicher Schaumschlägerei an der Oberfläche! Die Stachelrücken waren also auch im Rekordsommer da – und jetzt spielt uns die Natur endlich auch wieder die Bälle zu! Die Temperaturen sinken spürbar ab, der Pegel der Elbe steigt wieder etwas an und die ersten Touren im Herbst versprechen eine fantastische Angelei auf Zander aber auch auf Hecht. Aus diesen Gründen freuen wir uns nun alle auf einen tollen Herbst mit hoffentlich reichlich Wasser im Fluss und gewohnt bissigen Raubfischen! Die letzten Jahre haben uns positiv gestimmt, dass auch dieser Herbst ganz im Zeichen der Räuber stehen wird.



Moby Gummiköder Hecht gefangen

Reichlich Hecht

Während zu Beginn der Saison an der Elbe, also ab Juni, die Zander noch im Vordergrund stehen, sind es im Herbst oft die Hechte, welche als erstes an den Ködern sind. Doch auch mit Zandern muss in der Elbe immer gerechnet werden – besonders im Herbst! Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Der Bestand an Hechten in der Elbe ist in einem hervorragenden Zustand. Einzig die Braunalgenblüte im Sommer, welche das Wasser so schön braun einfärbt und dafür sorgt, dass die Zander in der Elbe auch am Tage ordentlich fressen, sorgt auch dafür, dass die Hechte unsere Köder häufig nicht wahrnehmen. Hechte sind Augenräuber und lieben das klare Wasser. Im Herbst, mit sinkenden Wassertemperaturen, sterben die Braunalgen ab. Dies wiederum hat zur Folge, dass das Wasser zusehends klarer wird und die Hechte unseren Köder deutlich eher wahrnehmen und zupacken! Aber keine Sorge, Zander fangen wir auch im Herbst – oft in der Dämmerung oder tagsüber mit einer dicken Schicht Wolken über unseren Köpfen, die das gleißende Sonnenlicht ein wenig abdimmt. Klassisches  Herbstwetter verspricht also Erfolg! Das große Fressen hat mit den ersten Frösten bereits begonnen – und fressen müssen jetzt alle. Der Winter kommt, und die Fettreserven müssen jetzt geschaffen werden und sich am reich gedeckten Tisch in der Elbe nach Herzenslust bedient werden. Ein wahres Herbstfest mit hohem Unterhaltungswert! Genau die richtige Zeit also, für ein Guiding mit uns in der malerisch schönen Elbtalaue.

Einen Überblick zu unseren Guidingtouren findest Du hier: Auszeit erleben

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